Gemeinschaftspraxis 
Dr. M. Feldmann und Dr. N. Karadiakos


Muttermale · Pigmentnävi · Hautkrebs


Sie können etwas tun; wir helfen Ihnen !

Immer mehr Menschen bekommen Hautkrebs. Im Saarland liegt die Steigerungsrate seit 1975 bei 200 %. Der schwarze Hautkrebs (MALIGNES MELANOM) ist einer der gefährlichsten Krebse überhaupt. Auch Menschen unter 20 Jahren, ja sogar Kinder können betroffen sein.
Nur eine Frühdiagnose und Behandlung bringt Heilung. Ab einer Tumordicke von 1 mm muss bereits mit Fernabsiedlungen (Metastasen) gerechnet werden. Eine Heilung ist dann nicht mehr möglich. Melanome entstehen aus bisher normal erscheinenden Muttermalen oder auf normaler Haut. Eine Früherkennung ist für den Laien nahezu unmöglich, aber auch für den Arzt ohne Hilfsmittel nicht einfach.

Muttermale und Melanome lassen sich oft mit dem bloßen Auge nicht voneinander unterscheiden.

Ein erhöhtes Risiko für Haukrebs liegt vor:

  • bei mehr als 50 Muttermalen

  • bei häufigem Sonnenbrand in der Kindheit

  • bei verstärkter Belastung mit natürlichem oder künstlichem UV-Licht

  • bei Melanomen in der Familie

Bei diesen Risikofaktoren wird eine Kontrolle alle 6 Monate empfohlen.

Wir bieten Ihnen mit der Auflichtmikroskopie und Videodokumentation mehr Sicherheit.

Unter starker Vergrößerung erkennt man typische Strukturen der drohenden oder bereits eingetretenen Bösartigkeit sehr früh. Verdächtige Herde sollten in örtlicher Betäubung umgehend entfernt und genau untersucht werden.

Die Auflichtmikroskopie wird empfohlen bei allen Muttermalen (NÄVI)

  • mit Wachstum

  • mit Juckreiz

  • mit Blutung

  • mit Farbveränderung

  • über 0,5 cm Durchmesser

  • die angeboren sind

  • bei allen Tierfellnävi

  • bei sog. dysplast. Nävi im Kindesalter

Die mikroskopischen Fotos der nicht entfernten Muttermale werden mit modernster Technik elektronisch gespeichert (Videodokumentation). Bei späteren Vorsorgeuntersuchungen ist dann in Sekundenschnelle ein Vergleich mit den alten Fotos und das Aufdecken von neuen Veränderungen möglich. Am wirkungsvollsten sind jährliche Kontrollen aller Muttermale. Besonders schlecht einsehbare Stellen wie Nacken, Rücken, Gesäß lassen sich so sehr gut überwachen.

Die Auflichtmikroskopie wird von der Bundesärztekammer als wirksame Methode zur Hautkrebsvorsorge empfohlen. Trotzdem werden die Leistungen für Ihre Gesundheit von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt.
Sie müssen die Kosten also erst einmal selbst übernehmen. Einige Kassen haben aber inzwischen die Hautkrebsvorsorge in ihr Programm aufgenommen. Es ist also sinnvoll die Rechnung mit dem Hinweis darauf bei Ihrer Krankenkasse zur Erstattung einzureichen.

Vorsorge

Fast alle Hautkrebse entstehen durch starke UV-Bestrahlung.
Das Ozon-Loch erhöht die Gefahr.
Passen Sie Ihre Lebensgewohnheiten dieser Erkenntnis an:

  • gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne (Schatten, Kleidung, Lichtschutzcreme)

  • beobachten Sie alle Pigmentflecken auf Veränderungen

  • gehen Sie regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge, bei Veränderungen auch außer der Reihe