Gemeinschaftspraxis 
Dr. M. Feldmann und Dr. N. Karadiakos


Stuhlinkontinenz


Was ist das eigentlich?

Der Begriff bezeichnet den Verlust der Kontrolle über die Entleerung des Enddarmes.

Einteilung

Die Stuhlinkontinenz wird grundsätzlich in drei Schweregrade eingeteilt:

  1. Grad: Unkontrollierter Abgang von Darmwinden.

  2. Grad: Unkontrollierter Abgang von Winden und flüssigem Stuhl

  3. Grad: Unkontrollierter Abgang auch von festem Stuhl, also totale Inkontinenz.

Ursachen der Stuhlinkontinenz:

Sensorische Inkontinenz

Muskuläre Inkontinenz

 

 

Anodermblockierung

Sphinkterläsion

Anodermverlust

Sphinkterlähmung

Irritation

Beckenbodeninzuffizienz

Neurogen

Agenesie

Reservoirverlust

 

 

 

Mechanische Inkontinenz

Neurogene Inkontinenz

 

 

Drainagerinnen

peripher

Angulationsverlust

proximal

Rektumfaltenverlust

zentral

Bypass

 

 

 

Gemischte Inkontinenz

 


Diagnostik

  • Anamnese und klinische Untersuchung

  • Rektoskopie und Proktoskopie

  • Anorektale Manometrie

  • Die Defäkographie

  • Die Fäkoflowmetrie

  • Die endoluminale Ultraschalluntersuchung

  • Kolontransitzeit

  • Endoanale Magnetresonanztomografieuntersuchung

  • Neuro- und muskelphysiologische Untersuchungen

  • Rektale und anale Sensibibilitätsmessungen

Konservative Therapiemöglichkeiten der fäkalen Inkontinenz

  • Allgemeinmaßnahmen

  • Diätempfehlungen

  • Medikamente zur Therapie der Obstipation

  • Physikalische Therapie

  • Elektrostimulation

  • Biofeedback-Training

Operative Behandlung der sensorischen Inkontinenz

Rotationslappenplastik nach Ferguson

Verschiebelappenblastik der perianalen Haut

Operative Behandlung der traumatischen Muskelläsion

  • Primäre Sphinkterrekonstruktion

  • Sekundäre Muskelnaht

Operative Behandlung der neurogenen analen Inkontinenz

  • Post Anal Repair nach Parks

  • Total-Pelvic-Repair

Sphinkterersatzplastiken

  • Transposition des M. gracilis (Verfahren nach Pickrell)

  • Das Verfahren der dynamischen Gracilispiastik (Verfahren nach Baeten)